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Backup – Welche Backups?

 

Immer wieder hören wir von der Notwendigkeit von Backups. Doch welche Art von Backup ist die richtige? Hängt es nicht immer von den spezifischen Anforderungen ab? Man könnte sicherlich mit einem Goldschmiedehämmerchen ein Haus einreißen, aber mit einem Vorschlaghammer würde das sicherlich effizienter funktionieren.

Oft sind die Anwendungen umfangreicher als die Daten, die tatsächlich gesichert werden müssen. Die eigentlichen Schätze sind die Daten selbst, nicht das Drumherum. Anwendungen wie Datev-Buchhaltung bieten bereits integrierte Backup-Lösungen, die eine Sicherung der wichtigen Systemdaten ermöglichen. Stammdaten und Buchungsinformationen sind hierbei entscheidend. Diese Backups können auf anderen Systemen wieder eingespielt und weiterverarbeitet werden. Die Frage der Speicherung auf externen Medien ist dann ein separates Thema. Bei umfangreichen Anwendungen wie Datev ist es jedoch unwahrscheinlich, dass man ein „Datev-Image“ erstellt.

Eine ganz andere Herausforderung ist die schnelle Implementierung und Konfiguration eines Computersystems. Die vorhandenen Daten sind hier nur ein kleiner Teil des Ganzen. Es gibt Anwendungen, die Images erstellen und es ermöglichen, diese einfach auf anderen Rechnern zu implementieren. Doch hierbei können Probleme auftreten, wie etwa Partitionen oder benötigte Hardwaretreiber. Auch die Einführung von UEFI als Ersatz für den Bios Legacy Modus ist zwar eine Weiterentwicklung, jedoch können herstellerspezifische Erweiterungen Probleme verursachen, wie beispielsweise unbrauchbare Systeme nach UEFI-Updates.

Auf Serverebene sehen wir wiederum andere Anforderungsprofile: Das Sichern einer virtuellen Maschine als „Datei“ ist vergleichsweise einfach, jedoch können Größe und Zeit-/Platzbedarf eine Herausforderung darstellen. Die Hoffnung besteht darin, dass die VM im Zielsystem problemlos aktiviert werden kann. Wenn ein Server als Ausfallsicherungssystem quasi synchron zum Hauptsystem gehalten werden soll, müssen die Daten regelmäßig zwischen Quell- und Zielsystem synchronisiert werden – eine technisch anspruchsvolle Aufgabe.

Bei all diesen komplexen Anforderungen rückt die einfache Dateisicherung oft in den Hintergrund. Dennoch sind solche Sicherungen oft existenziell, sei es das Sichern aller Dateien einer Abschlussarbeit auf einem USB-Stick oder das regelmäßige Aktualisieren lokaler Fotos auf einem NAS. Selbst eine Datev-Sicherung kann auf diese Weise auf ein anderes Medium übertragen werden.

Oft stehen wir vor der Herausforderung, eine eierlegende Wollmilchsau zu finden. Ja, man kann mit einem Vorschlaghammer sicherlich eine Goldschmiedearbeit erstellen, aber das richtige Werkzeug ist entscheidend.

Beim Thema Backups sind also die konkreten Einsatzszenarien entscheidend. Nebenbei müssen auch die Anforderungen der DSGVO erfüllt werden, indem festgelegt wird, welche Daten zu welchem Zweck gesichert werden müssen. Möglicherweise müssen verschiedene Programme unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Für teure Projektdaten könnte beispielsweise ein spezialisiertes Programm wie Langmeier Backup die beste Lösung sein.

Die Wahl des richtigen Werkzeugs hängt also von den spezifischen Anforderungen ab. Nicht jede Anforderung ist sinnvoll, auch wenn sie auf den ersten Blick alle Probleme zu lösen scheint.