Vor 25 Jahren: Bootsektorvirus Michelangelo greift an

Computerviren waren noch ein Ausnahmephänomen, als der als Michelangelo bekannt gewordene Virus entdeckt wurde. Größere Bekanntheit erreichte die Schadsoftware, da sie in einem Kopierwerk auf Treiberdisketten großer Hersteller gelangte und so Rechner infizierte und sich auf alle Medien weiterkopierte, die in infizierte Rechner eingelegt wurden.

Die Schadroutine, die die ersten Sektoren der Festplatte mit Nullen überschreibt, wurde am 06. März eines Jahres aktiv – dem Geburtstag von Michelangelo. Eine derart manipulierte Festplatte enthält zwar eigentlich noch die meisten Nutzerdaten, ohne Expertenwissen und -tools waren die Daten jedoch für normale Endanwender verloren. Glücklicherweise blieb der Schaden begrenzt, eine weite Verbreitung wie spätere Internetviren war noch nicht möglich.

Virenscanner wie die Lösungen von AVG oder eScan helfen, derartige Schädlinge auf Systemen aufzuspüren und zu entfernen.