Virenscanner-Installation

Probleme bei der Installation eines Virenscanners können vorkommen: Die Software muss Treiber tief im System verankern €“ und wird gelegentlich genau daran gehindert. Die Gründe hierfür sind zwar vielfältig, dennoch lässt sich jedoch meist einfach Abhilfe schaffen.

Zunächst einmal muss der Nutzer sicherstellen, dass nur eine Sicherheitslösung auf dem Rechner läuft. „Viel hilft viel“ trifft bei Sicherheitssoftware nicht zu. Sollte die Installation klappen, ohne den Rechner komplett unbrauchbar zu machen, kommt es dann in der Regel zu merkwürdigem, logisch fast nicht erklärbarem Rechnerverhalten. Das resultiert daraus, dass die Treiber etwa um die Daten vom Betriebssystem buhlen.

Also muss unbedingt die alte Sicherheitslösung vor der Installation der neuen entfernt werden. Das Ausführen des Deinstallations­programms aus „Start“-„Systemsteuerung“-„Software“ (Windows XP) respektive „Programme und Funktionen“ (Windows Vista/7) ist schon mal ein guter Anfang. Da jedoch die Treiber sehr tief im System verankert sind, bleiben oftmals Reste der Software auf dem System und können eine Neu­­in­stalla­­tion stören. Daher bieten alle Antiviren­hersteller auch Programme zum Entfernen der Reste an, sogenannte Remover Tools. Eine Auflistung bietet AVG in der FAQ-Datenbank (http://www.avg.com/de-de/faq.num-4400#faq_4400 €“ Tools zum Entfernen Konflikt verursachender Anti-Virus-Produkte).

Die Benutzerkonten­steuerung von Windows Vista und neueren Microsoft-Betriebs­systemen führt gelegentlich ebenfalls zu Problemen, da sie offenbar dem Benutzer­konto die benötigten Sicherheits­­token nicht schnell genug zuweist und somit Berechtigungen zum korrekten Installieren von Treibern fehlen. Für den Zeitraum der Deinstallation und Neuin­stallation sollten Nutzer daher die Benutzer­konten­steuerung deaktivieren, um Probleme damit gleich im Vorfeld auszuschließen. Microsoft liefert dazu eine einfach verständliche Anleitung (http://windows.microsoft.com/de-de/Windows7/Turn-User-Account-Control-on-or-off €“ Ein- und Ausschalten der Benutzer­konten­steuerung).

Zudem sollten selbstverständlich alle Sicherheitsupdates und Service Packs von Microsoft auf dem System eingespielt sein. Hier gibt es allerdings ebenfalls einen möglichen Stolperstein: Eine Beta-Version eines Service-Packs führt oftmals zu Inkompatibilitäten – es handelt sich dabei um ein nicht offiziell unterstütztes Betriebs­system. Daher sollte vor einer solchen Installation ein System-Backup (etwa mit Langmeier Backup) erstellt werden, da eine reine Deinstallation des Beta-Service-Packs nicht alle nötigen System­einstellungen zurücksetzt und das System damit nachhaltig beein­trächtigen kann.

Geschrieben von Dirk Knop