Trojaner-Masche Falschüberweisung

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Von einer kreativen Trojaner-Masche berichtete am vergangenen Wochenende die Hannoversche Allgemeine Zeitung. In einem Firmennetz konnte sich der „Matsnu.J“ genannte Virus einnisten und manipulierte fortan das Online-Banking im Webbrowser auf der Maschine.

Dem Kontobesitzer wurde eine Meldung beim Online-Banking angezeigt, dass rund 10.000 Euro auf sein Konto fehlgeleitet wurden und er diese bitte zurück­über­weisen möge. Die Seite wurde zudem so manipuliert, dass dort tatsächlich ein zu hoher Kontostand angezeigt wurde.

Glück im Unglück war die hohe Summe – das Konto besaß ein Limit von 5.000 Euro pro Über­wei­sung, wodurch die Transaktion nicht ausgeführt wurde. Dennoch zeigt der Vorfall, dass Benutzer die Echtheit ungewöhnlicher Meldungen überprüfen sollten. In diesem Fall hätte etwa ein Anruf beim Bankberater die Situation klären können.

Viren gelangen meist durch Sicherheitslücken in veralteter Software auf den Rechner. Beim Besuch selbst von bekannten Nachrichten­­seiten kann gelegentlich der Werbe­server unter­wandert sein und manipulierte Werbung als Java oder Flash auslie­fern. Virenscanner wie AVG Internet Security und Betriebssystem aktualisieren sich in der Regel automatisch. Jedoch sind etwa der Flash Player, Adobe Reader und Java meist veraltet. Privat­anwender können sich mit einem kostenlosen Programm behelfen, das die Software auf dem System aktuell hält – Secunias Personal Software Inspector: http://secunia.com/vulnerability_scanning/personal/

Zudem ist natürlich der Einsatz eines aktuellen Virenscanners wie AVG AntiVirus wichtiger Bestandteil des Grundschutzes.

Links:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Internet­kriminelle-haben-Sparkassen-Kunden-im-Visier

Geschrieben von Dirk Knop