Rechner optimal installieren und einrichten

Das Problem kennen viele: Durch einen Festplattencrash oder Virenbefall oder einfach durch eine fehlerhafte Programm­in­stallation ist der Rechner in einem Zustand, aus dem er sich nicht mehr wieder­beleben lässt. Eine Neuinstallation ist fällig. Dabei sind einerseits die ganzen gesammelten Daten weg, und auch die genutzten Programme und Treiber muss man erst einmal wieder zusammensammeln.

Es geht aber auch wesentlich einfacher und schneller, wenn man sich bei der Rechner­einrichtung auch um diesen Punkt Gedanken macht. So hilft bereits die Aufteilung der Festplatte zum Installa­tions­­zeit­punkt in einen Betriebssystem- und Programm­­bereich sowie davon getrennt in eine Daten­­partition. Beispielsweise kann das Betriebssystem und die Software auf das Laufwerk C: mit etwa 100 GByte wandern, und den Rest der Festplatte nennt man D: und legt sich dort schon mal eine rudimentäre, an die eigenen Bedürfnisse angepasste Verzeichnisstruktur an. Beispielsweise eine Unterteilung wie:

Laufwerk (D:)

* Bilder
* Dokumente
  + Privat
  + Firma
* Downloads
* Installation
  + Programme
  + Treiber
* Musik
* Videos

Die ganzen zur Installation benötigen Programme und Treiber kann man nun über­sicht­lich in den Unterordnern ablegen. Ebenfalls sinnvoll ist das Anlegen einer Textdatei mit den Programmnamen und der jeweils zugehörigen Lizenznummer. Damit lässt sich im Fehlerfall eine Neuinstallation in Rekordzeit vornehmen.

Diese Aufteilung verlangt vom Anwender ein wenig Selbstdisziplin, die herunter­ge­ladenen Dateien sowie Bilder und ähnliches selber in dieser Verzeichnis­struktur abzulegen. In vielen Programmen kann man auch den Standard-Speicher­pfad anpassen, sodass zukünftig die Dateien gleich in die korrekten Ordner abgelegt werden. Das bedeutet einmal etwas Aufwand, und gelegentlich muss man noch mal korrigieren – ist aber grundsätzlich ein im täglichen Gebrauch absolut nicht störender Eingriff in die Rechner­nutzung.

Etwas bequemer wird es, wenn man gleich das gesamte Benutzerprofil auf die Datenpartition verschiebt. Eine kurze Anleitung dazu finden Sie auf Winboard (http://wiki.winboard.org/index.php/Benutzerprofil_verschieben). Sollte jetzt etwas schiefgehen und der Rechner muss neu aufgesetzt werden, kann man einfach in der Windows-Registrierung den Pfad für das Benutzerprofil anpassen, und schon hat man seinen Desktop und seine eigenen Programme wieder zurück.

Zuerst die Daten ordnen, dann sichern – so erhält man ein pflegeleichtes System.

Wenn man jetzt noch mit einem Backup-Programm wie Langmeier Backup regel­mäßig Sicherungs­kopien der Profile und wichtigen Daten von der D:-Partition etwa auf eine externe USB-Festplatte oder einen Netzwerkspeicher vornehmen lässt, kann einem eigentlich nichts verloren­gehen. Im schlimmsten Fall muss man das Betriebs­system neu installieren, die Programme erneut einrichten sowie die Daten von der Sicherung zurückspielen. Aber das ist innerhalb kürzester Zeit erledigt, da man eh alles dafür Nötige geordnet beieinander hat.

Geschrieben von Dirk Knop