Neue Malware-Funktionen zum Stehlen von Passwörtern und Kryptogeld

IT-SecuritySchadsoftware folgt inzwischen vergleichbaren Entwicklungsschritten wie professionelle Software-Entwicklung auch. Immer neue Funktionen kommen zu den vorhandenen Features hinzu. So auch bei neuen Varianten der Ransomware Cerber. Durch Dateiverschlüsselung erpresste Kryptowährungs-Einheiten reichen den Cyberkriminellen nicht mehr, neue Varianten stehlen die Kryptogeld-Wallet (quasi das „digitale Portemonnaie“) und löschen sie anschließend auf dem Rechner. Zudem ziehen die Schädlinge die Passwörter aus den Webbrowsern Chrome, Firefox und Internet Explorer ab, unter anderem wohl, um an das Kryptogeld in den verschlüsselten Wallets heranzukommen.

Diese Evolution der Malware lässt sich immer wieder beobachten und zeigt, dass ein Schutzkonzept nicht nur aus der Installation und Wartung einer Virenschutz-Lösung bestehen kann. Um beispielsweise die gelöschte Wallet sowie die verschlüsselten Dateien wiederherzustellen, ist ein Backup nötig. Am Besten mit einem eigenen Backup-Konto erstellt, sodass Schädlinge im Benutzerkontext keinen Zugriff auf die Backups erhalten und diese nicht mitverschlüsseln können. Um dem Passwortdiebstahl aus dem Webbrowser vorzubeugen, bietet sich ein Passwort-Manager wie Sticky Password an. Diese legen die Zugangsdaten in eigenen verschlüsselten Containern ab, sodass die unsichere Speicherung im Webbrowser entfällt.