Analyse 2012: Neue Bedrohungen aus dem Web

Eine aktuelle, frisch veröffentliche Bedrohungsanalyse der Lage im Jahr 2012 der Sicher­heits­spez­ialisten von Websense kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit die meisten Schädlinge via Web verbreitet werden – und zwar vermehrt von eigentlich vertrauens­würdigen Webseiten sowie durch Links in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google Plus oder Twitter. Traditionelle Schutz­mecha­nismen alleine genügten als Schutz nicht mehr.

Die Experten aus dem Sicherheits­labor haben auch konkrete Zahlen zur Hand: 82 Prozent der Rechner-Infektionen kommen inzwischen von als seriös geltenden Webseiten wie Nach­richten­por­talen oder Webshops, in die Hacker Schädlinge eingeschleust haben; von der Malware versucht mehr als die Hälfte, Daten auszuspähen und zu stehlen. Zusätzliches Problem ist, dass die Schädlings­programmierer gegen bekannte Antiviren­software optimieren und somit die Erkennungs­rate sinkt. In den USA führt bereits die Hälfte der Links in sozialen Netzen auf infektiöse Websites.

Während der Anteil von Spam am Gesamt-Mail-Aufkommen auf drei Viertel aller E-Mails sank, nahm jedoch der Anteil an gezielten gefälschten Mails (Spear-Phishing) zu. Als weiteren Trend haben die Sicherheits­spezialisten Anwendungen für Googles Android-Smartphone-Betriebs­system analysiert und sehen hier eine (nicht genannte) Menge mit schädlichen Inhalten. Apples IOS und Windows Phone sein wegen der geschlossenen Architektur besser davor geschützt.

AVG hat sich bereits auf die aktuelle Bedrohungs­situation eingestellt. Der LinkScanner erkennt nicht nur bereits bekannte Schädlings­seiten, sondern untersucht die Seiten auch bei Auslieferung vom Server erneut auf etwaige schädliche Inhalte und Einbruchs­versuche. Den LinkScanner gibt es nicht nur für Windows und ist Bestandteil der AVG Sicherheits­lösungen, sondern auch als Standalone-Tool für Windows und Mac. Vor schädlichen Android-Apps schützt AVG Mobilation das Smartphone.

Geschrieben von Dirk Knop