Zoner Photo Studio Tutorial: Belichtung mit Tonwertkorrektur verbessern
Die meisten Digitalfotos müssen vor dem Ausdruck bearbeitet werden:
Helligkeit und Kontrast sollten für ein besseres Ergebnis reguliert
werden. Die Tonwertkorrektur ist ein ideales Werkzeug dafür. Hier zeigen
wir Ihnen, wie man damit arbeitet.
Meist wird nur ein wenig zusätzlicher Kontrast benötigt; selbst
eine geringe Korrektur macht das Bild "knackiger". Mit geringem Aufwand
bekommt man so ein wesentlich besseres Foto. Vielleicht sagen Sie jetzt,
dass der Kontrast doch auch in der Kamera selbst erhöht werden kann.
Das ist aber nur dann richtig, wenn das Bild bereits in der Kamera
verändert wird. Bearbeiten Sie das Bild erst am Computer, behalten Sie
weiterhin Zugriff auf das unveränderte Original, ohne eine kamerainterne
Vorbearbeitung.
Das Histogramm ist die Basis
Zoner Photo Studio
bietet verschiedene Methoden, Helligkeit und Kontrast eines Bildes
anzupassen. Die umfangreichsten arbeiten mit einer Veränderung des
Histogramms - ein Diagramm, das die Helligkeitsverteilung in einem Bild
zeigt - in den Menüpunkten Tonwertkorrektur und Kurven. Dieses Tutorial
wird sich mit der Tonwertkorrektur beschäftigen.
Öffnen Sie das entsprechende Fenster im Editor unter Einstellen |
Tonwertkorrektur… oder Umschalt+L als Tastaturkürzel. Um diesen (etwas
anders gestalteten) Menüpunkt im Manager zu erreichen, klicken Sie auf
Bearbeiten | Einstellen | Tonwertkorrektur…. Im Editor sehen Sie nun das
Tonwertkorrektur Fenster mit der Vorschau oben und dem Histogramm
darunter.
Schauen Sie sich das Histogramm und das Bild mit geringem Kontrast einmal genau an.
Schauen wir das Histogramm doch einmal genauer an: Es zeigt die
Helligkeitsverteilung in einem Bild. Das linke Ende repräsentiert dabei
die dunklen Bereiche (mit Schwarz am äußeren Rand) während rechts die
hellen Bereiche dargestellt werden (mit Weiß am äußeren Rand). Die hohen
Bereiche in der Kurve werden durch die verschiedenen dunklen Bereiche
des Bildes verursacht. In einem gut belichteten Bild sieht das
Histogramm aus wie ein Hügel, der sanft zu beiden Enden abfällt.
Das Histogramm strecken
Um Helligkeit und Kontrast zu erhöhen, muss die
Helligkeitsverteilung verändert werden; dies ist mit Hilfe des
Histogramms ganz einfach. Unterhalb der Vorschau ist das Fenster zur
Kanalauswahl sowie das Histogramm mit drei Schiebereglern zu sehen. Bei
unserem Beispiel wollen wir die Korrektur auf allen Kanälen durchführen,
deshalb bleibt es bei der Auswahl RGB.
Hier sehen Sie die Veränderung der Vorschau nach der Regulierung der Tonwerte.
Sie können sich hierbei an eine einfache Regel halten: Bewegen Sie
die Schieberegler jeweils an den Anfang, bzw. Das Ende des
Histogramm-Hügels. Das Bewegen der Regler nach innen erhöht den Kontrast
(durch die Begrenzung der Kurve können Tonwerte von reinem Weiß bis zu
reinem Schwarz erzeugt werden). Wenn Sie nur den rechten Regler bewegen,
erhöhen Sie die Helligkeit. Eine Veränderung nach links oder rechts des
mittleren Reglers bewirkt eine Regulierung der Helligkeitswerte im
mittleren Tonwertbereich. Zur Aufhellung bewegen Sie ihn nach links, zur
Abdunklung nach rechts.
Kontraste überprüfen
Wenn die Helligkeitsverteilung Ihres Bildes ähnlich wie in unserem
Beispiel ist, können Sie durchaus beide Regler in Richtung Mitte
bewegen. Entscheiden Sie selbst – jeder hat eine ganz individuelle
Vorstellung vom „richtigen“ Kontrastwert.
Achten Sie dabei aber unbedingt darauf, den Kontrast nicht so hoch
zu “schrauben”, dass detailarme Bereiche mit Über- oder Unterbelichtung
auftreten. Dies können Sie ganz einfach im Vorschau-Fenster überprüfen,
indem Sie die Schaltfläche „Überbelichtung“ anklicken. Die Vorschau
wechselt zu Graustufen und die über- und unterbelichteten Bereiche
werden markiert. In manchen Fällen ist eine Überbelichtung unvermeidbar
(wie in unserer Illustration), aber für eine schnelle Bearbeitung von
Helligkeit und Kontrast können wir sie in Kauf nehmen.
Über- und Unterbelichtete Bereiche werden farbig hervorgehoben
Gehen Sie besonders vorsichtig vor, wenn Sie Portraits bearbeiten,
da überbelichtete Stellen auf einem menschlichen Antlitz besonders
unvorteilhaft aussehen. Eine Überbelichtung im Hintergrund ist dagegen
eher unauffällig.
Wenn Sie alles korrekt eingestellt haben, kann das Bild gespeichert werden. Vergessen Sie nicht, immer mit einer Kopie des Fotos zu arbeiten, nicht mit dem Original.
Sie sollten das bearbeitete Bild zumindest als Kopie speichern, da Sie
sonst möglicherweise die einzige Originalversion verlieren.