Erfahrungsberichte mit Zoner Photo Studio Professional 12

Stefan Döring, Anwender

Die äußere Erscheinung nach dem Start von Zoner ist sehr ansprechend. Man findet sich sofort zurecht und die nötigen Bearbeitungen auf Anhieb. Es gibt 4 Arbeitsbereiche: Manager (Bildverwaltung), Viewer, Editor, RAW. Hierzu im Einzelnen weiter unten mehr.
Im RAW Modus werden von vorne herein die Farben sehr natürlich interpretiert. Positiv fällt auf, dass alle Bearbeitungen in der rechten Bildhälfte sofort verständlich sind. Die Bearbeitungen sind logisch angeordnet und folgen dem gängigen Workflow einer RAW Entwicklung. Alle Befehle werden von dem Programm zügig umgesetzt. Besonders vorteilhaft ist die Tonkurve (Gradationskurve), deren Anpassungen hier weiterführender sind als in anderen Programmen und somit auch die Möglichkeiten wesentlich vielfältiger. Man kann entlang der Linie mehrere Ziehpunkte setzen und somit die Kurve individuell anpassen. Des Weiteren kann man die Anpassungen für die schwarz/weiß-Werte an den Punkten einfach verschieben. Eine Kontrastanpassung ist hier schnell erstellt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Graustufenkonvertierung. Man kann sehr fein differenziert die einzelnen Kanäle anpassen und sehr eindrucksvolle und kontrastreiche s/w Bilder generieren. Die Möglichkeit, ein Kameraprofil abgestimmt auf die eigene Kamera einzuladen, ist ebenfalls sehr praktisch. Der Bearbeitungsverlauf gibt einem in jedem Moment die Möglichkeit, Änderungen zu verwerfen oder an einem beliebigen vorherigen Punkt "neu" anzufangen. Viele der gängigen Formate werden im RAW Modus unterstützt und können ohne Probleme eingelesen werden. Hierzu zählen auch das DNG Format sowie meine NEF Dateien.
Im Editor hat man die Möglichkeit, nach der RAW Entwicklung das Bild weiter zu manipulieren bzw. zu verfeinern. Hier werden diverse Werkzeuge und Möglichkeiten angeboten. Im weiteren Verlauf der Bildentwicklung kann es sinnvoll sein, störende Elemente zu entfernen. Hierzu wartet Zoner mit einigen Werkzeugen auf. Am einfachsten geht das ganze mit Klon-Stempel. Hierzu wird einfach der Quellbereich ausgewählt und anschließend die störende Stelle einfach übermalt. Klasse Tool! Lag die Kamera mal wieder nicht waagerecht in der Hand, so kann mit Hilfe des Horizont-Werkzeugs dieses schnell ausgeglichen werden. Diverse weitere Werkzeuge und Effekte verleihen dem Bild seine letztendliche Wirkung. Besonders gut funktioniert auch hier die Möglichkeit stürzende Linien von Gebäuden auszurichten. Dieses ist immer dann notwendig, wenn man die Kamera im Winkel auf das Gebäude halten muss. Gerade bei extremen Perspektiven, wie zum Beispiel Kamera direkt über dem Boden und ein recht hohes Gebäude, ist dieses Werkzeug unverzichtbar. Mit ein wenig Übung ist dieses Tool leicht anzuwenden.
Weitere sehr hilfreiche Werkzeuge:
  • Verlaufsfilter
  • Magnetisches Lasso
  • Bügeleisen
  • Vignettierung
  • Chromatische Aberation
Abschließend versehe ich meine Bilder immer mit einem Rahmen. Hier hält Zoner auch ein gutes Werkzeug bereit. Ich kann diverse Rahmen speichern und so für zukünftige Bilder schnell abrufen und anpassen.
Fazit: Zoner Photo Studio Professional bietet für kleines Geld dem Hobbyfotografen, aber auch dem ambitionierten Amateur eine komplette und zufriedenstellende Lösung zur elektronischen Bildverarbeitung und -Verwaltung zur Verfügung.

Frank Zerbst, Fotograf

Nach der einfachen Installation der Software und gleich nach dem Start der Software der erste positive Eindruck. Übersichtlich, schick (Farbgebung) und intuitives UI. Der Bilddatenmanager funktioniert schnell und zuverlässig; auch mit großen Bilddatenbeständen (ca. 35000 Bilder/Jahr). Besonders erwähnenswert finde ich im 'Manager', dass man hier die Möglichkeit hat, sich zwei völlig voneinander unabhängige 'Browserfenster' darstellen lassen zu können. Hierdurch wird das Verwalten/Managen der Bilddatenbestände doch deutlich vereinfacht.
Aus dem Manager kann man ganz leicht, nur über die Selektion der benötigten Bilder, Panoramen und HDR Bilder erstellen. Und selbst mit den 'Standardeinstellungen' (die auch anpassbar sind) werden sehr ansprechende Ergebnisse erzielt; bei den HDR-Bildern sogar bessere Ergebnisse als mit manch einem anderen Tool. Auch finden sich hier Funktionen für das Erstellen von Kontaktabzügen, PDF-Diashows, Web-Galerien (sehr ansprechende Aufmachung der erstellten Galerien), und sehr schönen DVD-Diashows.
Toll! Auf die Schnelle mal ein paar Anpassungen vornehmen - genau das kann der Editor. Neben dem Einfügen von Text, dem Erstellen von Zuschnitten (auch mit direkten Vorgaben) und perpektivische Korrekturen (selbst bei komplexen Strukturen) findet der Nutzer bei den Retuschewerkzeuge neben dem klassischen 'Stempel' (der bestimmte Bildbereicht 'klont') auch ein 'Bügeleisen' (ein Werkzeug zum Glätten von Strukturen, das bei anderen Bildbearbeitungsprogrammen oftmals nur als kostenpflichtiges Plugin verfügbar ist). Neben zahlreichen bereits enthaltenen Funktionen, wie diversen Filtern und Effekten können über eine Plugin-Schnittstelle Photoshop kompatible Plugins, die dem "8bf-Standard" entsprechen, eingebunden werden. Was mich wirklich überrascht hat, ist die Möglichkeit, selbst bei JPG-Bildern im Nachhinein noch eine 'Anpassung der Farbtemperatur' vornehmen zu können. Das kann selbst der Meister der Bildbearbeitungen (Photoshop) nicht bzw. nicht mit einem Klick. Augenscheinlich gehen die Automatismen ('Quickfix') nicht so zerstörerisch mit den Bilddaten um, wie dies z.B. bei Photoshop (dessen 'Auto'-Funktionen sind ein Gräuel) der Fall ist. Das Histogramm sieht nicht ganz so 'zerstört' aus wie nach Auto-Korrekturen anderer Hersteller.
Der RAW-Konverter macht genau das, was er soll. RAW-Daten in z.B. JPG-Dateien umzuwandeln - und das recht flott und ziemlich gut. Ein Vorteil des RAW Konverters ist, dass dieser im Gegensatz zu Adobes Camera RAW (Version 4.6) auch gut mit Bildern umgehen kann, die außergewöhnliche Farbtemperaturwerte haben (z.B. Bilder aus IR-Kamera -Umbauten).
Fazit: Zoner Photostudio 12 Professional ist ein tolles Programm, mit dem auch große Bilddatenbestände verwaltet werden können und das nebenbei auch brauchbare Editor-Funktionen zur Verfügung stellt, die sich nicht hinter denen namhafter Bildbearbeitungsprogramme verstecken müssen. Alle Funktionen, die man für eine schnelle und leicht bedienbare Bildbearbeitung benötigt, sind vorhanden und leicht und intuitiv nutzbar. Der Preis von EUR 79,00 für die Professional-Version ist mehr als angemessen. Man erhält eine Software, die auch im professionellen Umfeld gut einsetzbar ist und die keine Löcher in die Kasse reißt.

Marko Kellner, Anwender

Ich arbeite schon seit langem mit Photoshop Elements 7 und habe Erfahrungen mit verschiedenen Freeware Programmen gemacht (Gimp, Photofiltre, IrfanView, Picasa). Also warum noch ein weiteres Bildbearbeitungsprodukt installieren? — Weil jede Software seine Highlights hat.
Die Installation von Zoner Photo Studio 12 kommt einfach und schnell daher. Zoner erkennt und bearbeitet über 65 Dateitypen. Sogar das für mich wichtige Nikon-Rohformat (NEF). Dabei verzichtet Zoner darauf sich automatisch als Standardeditor an diese Extension anzuhängen, was ich sehr fair und ansprechend finde.
Die Bilder in den Windowsverzeichnissen werden schnell gescannt und sauber im Manager angezeigt. Schön finde ich die Beispielthumbnails auf den Verzeichnissen. Die Sortier- und Anzeigeoptionen lassen kaum Wünsche offen und erleichtern das Finden von längst vergessenen Bildern. Die Menüs und Masken lassen sich individuell anpassen.
Als besonders gelungen finde ich folgende Funktionen:
  • das Zusammenstellen von Filterfunktionen und deren Abarbeitung in Stapeln,
  • die präzisen und vorbildlich angeordneten Vorschaufenster,
  • die Rahmenfunktionen,
  • die Stempelfunktion arbeitet mit den Default-Einstellungen besser / präziser als andere Tools,
  • der Weißabgleich (mit nur einem Klick) liefert überraschend gute Ergebnisse.
Fazit: Immer wieder finde ich beim Testen neue Optionen und Funktionen, die Spaß am Produkt machen. Leider werden nun einige andere Tools von meiner Festplatte verschwinden, da Zoner ein fester Bestandteil bei meiner Arbeit an digitalen Bildern bleibt. Den Entwicklern ist der Spagat gelungen, ein Produkt zwischen den zahllosen Freewarelösungen und den High-End-Produkten (für Nichtprofis zu teuer und umfangreich) zu platzieren.

Henning Paust, Anwender

Zoner bietet mir eine Kombination von Bildbetrachter, Bildbearbeiter und RAW-Entwickler unter einer Oberfläche, was mit sehr gelegen kommt. Das Umschalten zwischen Organisieren von Bildern bis hin zum Editor und RAW-Entwicklung gelingt schnell, einfach und ist intuitiv zu begreifen.
Was mir sehr positiv auffällt ist, dass Zoner auch die Rechnerressourcen schont. Die Systemanforderungen sind vergleichsweise gering.
Manager-Modul: Meine bevorzugte Archivierung ist das Ablegen der Aufnahmen in einer Ordnerstruktur, nach Datum und Ereignis sowie in der untersten Ebene nach Ausgabeformat. Hier habe ich mit Zoner meinen Workflow nicht umstellen müssen.
Sehr gut gelöst finde ich, dass Zoner nicht mit Datenbanken im Hintergrund arbeitet. Die Albumfunktion arbeitet mit Links auf die tatsächlichen Bilder. Dies fördert die Transparenz in dem Programm und lässt sich leichter beeinflussen.
Sehr hilfreich finde ich im Manager-Modul die Möglichkeit, weitere Ordnerbrowser zu öffnen. Dies erleichtert die Organisation sehr und stellt für mich ein Alleinstellungsmerkmal von Zoner dar.
Zoner hat mich auch in der Verschlagwortung angenehm unterstützt, wobei die Arbeitsweise von Zoner meinen Ansprüchen voll genügt. Ein wenig versteckt finde ich die Stapelverarbeitung der EXIF-Daten. Nachdem mir der Dialog geläufig war, fand ich die Zuordnungsmöglichkeit aus einem Set von Schlüsselwörtern als sehr angenehm und den Dialog insgesamt als sehr funktionell. Zoner bietet noch viele weitere Funktionen wie z.B. "Suchen und Ersetzen", die ich bislang noch nicht genutzt habe.
Die direkten Bearbeitungsmöglichkeiten eines Bildes im Manager finde ich sehr positiv. Ein Wechsel in den Editor ist nicht nötig, und die "kleinen" Einstelldialoge finde ich funktionell, ohne überladen zu sein. Dabei finde ich das Umschalten des Dialogmodus mehr als hilfreich.
Ansonsten bietet der Manager viele hilfreiche und sinnvolle Funktionen, die dem Begriff managen sehr entgegenkommen.
Editor-Modul: Das Editor-Modul beinhaltet alle Funktionen, die für eine schnelle Bildbearbeitung erforderlich sind. An Werkzeugen habe ich nichts vermisst. Die Dialoge sind aufgeräumt und verständlich. Eine Redundanz wie z.B. in GIMP konnte ich nicht feststellen, was ich sehr angenehm empfinde und die Übersichtlichkeit erhöht.
Angenehm überrascht hat mich das "Schärfen". Die Einstellung "Helligkeit" gefällt mir sehr gut.
Das RAW-Modul: Mit den meisten Einstellmöglichkeiten im RAW-Modul kam ich auf Anhieb zurecht. Die Einstellungen hangeln sich an dem mir bekannten RAW-Workflow entlang.
Fazit: Zoner hat mich in vielen Punkten soweit überzeugt, dass ich dieses Programm sehr gerne nutze. Die feinen Einstellmöglichkeiten finde ich überraschend angenehm, und ich habe sicherlich noch nicht die optimalen Einstellungen für mein System gefunden. Die Dateiverwaltung gibt keine Rätsel auf. Der Editor ist für meine Zwecke voll ausgestattet.

Martin Witt, Anwender

Die Installation von Zoner Photo Studio erfolgte reibungslos und zügig unter Windows 7 Home Premium 64Bit. Nach der Installation wurde sofort die Verfügbarkeit eines Updates angezeigt, welches problemlos heruntergeladen und nach Beendigung des Zoner Photo Studios installiert werden konnte. Der erste Start war sehr ansprechend und die Oberfläche wirkt vertraut.
Auf den ersten Blick fallen bei ZPS die kleinen Icons oberhalb der Bilder im Browser auf. Bei Mouseover werden erste Bildinformationen angezeigt, ohne das Bild öffnen zu müssen. Unterhalb der Bildvorschau sind in Zoner Photo Studio standardmäßig neben der Dateigröße auch Abmessungen, Erstellungsdatum und Änderungsdatum sichtbar. Weitere Informationen lassen sich ohne Probleme in diese Ansicht aufnehmen.
Sehr positiv finde ich die einfache und schnelle Navigation zwischen den Modulen Manager, Viewer, Editor und RAW. Ebenso die Anpassungsmöglichkeiten von Menü, Tastenkombinationen und Symbolleisten.
Und an dieser Stelle beginnen dann für mich die Vorzüge von Zoner Photo,Studio gegenüber den bisher von mir genutzten Programmen. Die Möglichkeiten: Versand von optimierten Fotografien per E-Mail, Panoramen & 3D-Fotografien erstellen, direktes Brennen auf CD/DVD mit externem Bildbetrachter und das Erstellen von Video-CDs / DVDs, Slideshows mit Übergangseffekten und das Konvertieren von Slideshows in PDF machen ganz klar den Unterschied zu anderen Programmen aus. Auch sucht man bei vielen anderen Programmen dieser Art den RAW-Modus und auch die Einbindung von GPS Daten vergeblich. Meine GPS Daten habe ich bis heute mit u-blox synchronisiert, der Test unter ZPS zu synchronisieren war erfolgreich.
Ebenso erfolgreich konnte ich mein erstes HDR Bild erstellen. Es ist schon genial, was Zoner Photo Studio alles kann, wofür ich vorher mehrere verschiedene Programme benötigte.
Mein Fazit nach einem ersten ausgiebigen Test: Zoner Photo Studio 12 Professional überzeugt mich auf ganzer Linie. Es macht Spaß, die vielen Möglichkeiten zu entdecken und ich würde es aufgrund der vielen gut durchdachten Funktionen als eierlegende Wollmilchsau für den täglichen Gebrauch bezeichnen. Auch kann sich das Preisleistungsverhältnis im Vergleich zu anderen kommerziellen Programmen durchaus sehen lassen. Ich vergebe auf einer Skala von 1 bis 10 ganz klar zum heutigen Zeitpunkt 10 Punkte und kann Zoner Photo Studio nur wärmstens weiterempfehlen!